Vladimir Vertlib, 1966 in Leningrad geboren und nach Aufenthalten in Israel und den Vereinigten Staaten schließlich seit 1981 in Österreich, weiß, was es heißt, seine Heimat zu verlieren und an ei...
Dichtung wider Dichtung, der Titel sagt eigentlich alles. Paul Celan hat nicht mit und nicht in der (deutschen) Literaturgeschichte geschrieben, sondern gegen sie, um in dieser Auseinandersetzung – ...

Zum Phänomen der Widmung. Dichterlesungen, die heute Autorenlesungen heißen, haben im Zuge der Eventisierung zumindest der marktrelevanten Teile des Literaturbetriebs in den letzten Jahren einen une...

Es war ein Menetekel für das Ende der Ersten Republik, als am 15. Juli 1927 der Justizpalast in Wien brannte. Aber war es auch ein brennender Dornbusch? Justizpalast in Flammen. Ein brenndender Dornb...

Kann man kreatives Schreiben lernen, oder ist es angeboren, bzw. in die Wiege gelegt? Wer so anfängt, hat schon einen Fehler gemacht. Nach Stephan Porombka sollte man eine Kritik nicht mit einer Fra...

Meinungsjournalismus ist eine seit langem eingeführte Disziplin und bezeichnet den Verzicht auf Beschreibung oder Analyse eines vertrauten Sachverhalts zugunsten der subjektiv eingefärbten Ansicht e...

Das Buch, das als eine Einführung gedacht ist, der zur Zeit in Trier lehrenden (und forschenden) Germanistin Franziska Schößler steckt sich ein ehrgeiziges Ziel, nämlich “einschlägige Theor...

In dieser Biografie der bekannten Wiener Feuilletonistin Berta Zuckerkandl (1864-1945), der Tochter des einflussreichen liberalen Journalisten Moriz Szeps, kommt auch (S. 214ff.) der Halsmann-Prozess ...

Was in mehreren Jahren erforscht und 2003 für ein hochspezialisiertes Publikum dokumentiert und ediert wurde, liegt nun als kleines feines Büchlein vor und lädt literaturwissenschaftlich Interessie...

Es hat sich herumgesprochen: Nicht wenige Dichter waren in ihrem erlernten Beruf Juristen, und noch mehr Juristen haben sich als Dichter versucht. Die Sache ist dermaßen abgegriffen, dass es schon ge...

Das Selbstgespräch ist eine Gattung, in der die Ichbezogenheit moderner Literatur noch potenziert wird. Es kreist mit Vorliebe um ein problematisches Ich, das sich in der poetischen Rede seiner Selbs...

Kathrin Röggla widmet sich in ihrem Doppelessay einem medial sehr präsenten Thema: dem Katastrophischen in unserer Gegenwart. Sie holt auf wenig Raum zu einem Rundumschlag aus und schreibt – u...

“Zu erkunden, daß Hitler für mich gut war, wäre eine Verhöhnung der Millionen, die er auf dem Gewissen hat. (…) Dennoch ist es eine Tatsache, daß ich durch die explosionsartigen Ausbr...

“Papierflieger schießen. Hüpfen wie ein Kind. So benimmt sich ein soeben pensionierter, gebildeter Herr einfach nicht!” (S. 24) So benimmt sich aber unser Held, Karbacher, der auf einem ...

Im Zuge von Recherchen für ihre Diplomarbeit stößt die Germanistin Veronika Silberbauer in der Wienbibliothek auf ein bislang unbekanntes Manuskript von Hans Weigel. Das Konvolut trägt keinen Tite...

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