Die Berufsgeschichte des Lektors im literarischen Verlag. “Unser Handwerk ist auf Intimität angewiesen und taugt nicht dazu, den Meinungsbetrieb zu füttern; es ist ganz auf die Auseinandersetz...

1906 reist der junge Schwede Gustaf Linden nach Berlin und Wien, um als “Regie-Kiebitz” den dortigen Theaterbetrieb zu studieren. Im Wiener Burgtheater fasst er schnell Fuß. 1907 lernt er...

Die “großen” Krankheiten sind für die von ihnen betroffenen Gesellschaften nicht nur eine faktisch Leben und Tod bestimmende Kraft, sondern intervenieren auch in deren Kultur. Schon im T...

Es grenzt beinahe an Provokation, eine im August 2005 erschienene Publikation über den Buchmarkt im Oktober des Folgejahres zu besprechen – schließlich ist eines der wesentlichsten Kennzeichen...

Es gehört immer häufiger zu den Gepflogenheiten belletristischer Autoren, dass sie Essays über Schriftsteller, von denen sie sich angeregt oder beeinflusst wissen, in der Ichform schreiben. Radikal...

Im Bernstein eingeschlossen ist das winzige Insekt in Isolde Beckers Halskette, einem Erbstück. Eingeschlossen ist auch die Protagonistin selbst, eingeschlossen in der Vergangenheit ihres in Russland...

Es ist der Stoff, aus dem die großen Werke der Weltliteratur gestrickt sind, den Zoderer in seinem jüngsten Werk Der Himmel über Meran bemüht. Er erzählt vom Krieg, vom Altern der Mutter, vom Ste...

1999 legte Marlene Streeruwitz mit ihrem autobiographisch motivierten Roman “Nachwelt” das Paradox einer nicht geschriebenen Biographie vor: Die Heldin fährt in die USA, um dort für eine...

“Das provokative, kritische, tabuverletzende Theater der Gegenwart bezieht sein oppositionelles Stigma aus der bloßen Einbildung, dass die gesellschaftliche Majorität etwas dagegen haben könn...

Es ist immer eine Herausforderung und ein Glücksfall zugleich, wenn sich eine Publikationsreihe einem Autor widmen kann. Eine Herausforderung, weil die Leser von vornherein zum ‘inner circle...

Neben dem Autorengesicht paradiert schwungvoll im Erbsengrün des Covers eine jener Damen, die Herzmanovsky-Orlando so gerne auftreten ließ: das knabenhafte Weib. Dass der vollständig entfaltete Buc...
Runde Geburtstage regen die Buchproduktion stets gehörig an, bei Adalbert Stifter ist die Ausbeute zum heurigen 200. Geburtstag besonders reichhaltig und Leopold Federmairs Buch ist dabei sicher eine...

Entstanden ist Christine Riglers Buch Ich und die Medien. Neue Literatur von Frauen wohl aus einem verständlichen Unbehagen an Rezeptionsschablonen wie dem unsäglichen “Fräuleinwunder”,...

Hanuscheks Buch mit dem passend lakonischen Titel ist die erste Biographie über Canetti, sieht man von der berühmten dreibändigen Selbstbiographie des Autors ab. In einem bestimmten Sinn erscheint ...
Die unbekannten Georgien-Jahre 1876 bis 1885 Die junge Edition Roesner legt immer wieder Bücher vor, die aufhorchen lassen, wie 2003 Leonhard Schmeisers buchkulturelle Spurensuche “Das Werk des...

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