Für jeden Autor, scheint es, ist irgendwann die Zeit reif, den Blick in die eigene Vergangenheit schweifen zu lassen, um sich selbst zum Protagonisten oder mindestens involvierten Chronisten aufzusch...

Am Anfang waren die Anrufungen und das Spiel mit den Identitäten: Niemand geringerer als Diotavelli, Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist werden hier gleich zu Anfang im Debüt-Text von Peter C...

“Monotheismen Monogamie Monologie Monosexualität: hier spricht immer nur EINER. Und nur EINER hat Recht.” Die anderen, die Frauen, die Töchter, sie sind zum Schweigen verurteilt. Zu eine...

Ein Abenteuerroman. Eine politische Affäre. Die Tatsache, daß der einst so engagierte Rowohlt Verlag sich Ende der neunziger Jahre von der angeblich schwierigen, nicht-marktgängigen Literatur verab...

Form oder Inhalt eines literarischen Textes – sofern sie zu erstaunen, zu berühren oder sonst irgendwie zu überzeugen vermögen – reichen für sich allein völlig aus, um seine Existenz zu legit...

“Der Grund, warum der Verfasser das Buch nicht vollendet hat, ist der, daß ihm heute diese entsetzliche Flucht wie eine Lust- und Vergnügungsreise erscheint, in Anbetracht dessen, was nachher ...

Weil ein Zitat von ihm auf einer literarischen Neuerscheinung zurzeit tunlichst nicht fehlen darf, wie banal es auch immer sein mag, sagt Daniel Kehlmann im Klappentext des jüngst erschienenen Nachla...
Hans Eichhorn zu lesen ist ungefähr so, wie einer Windharfe zuzuhören oder einer Seifenblase nachzuschauen. Der Genuss liegt im Augenblick, nicht in der Dauer. Was einem diese Art von Lektüre zu ge...

Andreas Tretter, Ich-Erzähler und Hauptfigur in Georg Elterleins Debütroman Der Hungerkünstler, hat einen Plan: Der ehemalige Tennisprofi möchte auf eine ägäische Insel fahren, um dort zu verhun...

Wenn im Titel einer Publikation der Name “Rimbaud” auftaucht, werden Erwartungen der besonderen Art geweckt. In Peter Enzingers Prosagedicht Rimbauds Kantine, das als “Traumtagebuch ...

Liebe sei die Fortführung des Krieges mit anderen Mitteln, schreibt Elfriede Jelinek. “Hier ist immer Gewalt. Hier ist immer Kampf. Es ist der ewige Krieg.”, antwortet Ingeborg Bachmanns ...

Leopold Federmair legt im Otto Müller Verlag einen Kranz von sechs disparaten Erzählungen vor, die an Weltoffenheit und Vielfalt nichts vermissen lassen. Einzigartig zudem der weite Horizont, den di...

Die Standbetreiber des Brunnenmarkts – Ottakrings pars pro toto und mediales Synonym für Wiener Multikulturalität – sind tolerante Wesen. Die traurigen Gestalten vor den inflationären Wettlokal...

Seit neuestem verdient Antonio Fian im Schlaf sein Geld. Wie das geht? Er veröffentlicht, was die Welt des Traumes nach dem Aufwachen zurücklässt. Seine nächtlichen Erscheinungen beinhalten unter ...

Ein Märchen. Kein Märchen: Seit Franzobel im Jahr 1995 in Klagenfurt den Ingeborg Bachmann-Preis gewonnen hat, ist er im deutschsprachigen Raum berühmt geworden. Sozusagen über Nacht.
Sie können 3 Newsletter abonnieren:
Bitte schicken Sie uns eine entsprechende Nachricht mit dem Betreff „Newsletter bestellen“. Für Abbestellungen bitte im Betreff „Newsletter abbestellen“ schreiben.