
Die “Unterstützung junger österreichischer Schriftsteller:innen” ist das Ziel der unregelmäßig vergebenen Holfeld Tunzer Preise. In diesem Jahr entschied sich die Jury für die Förderung von 2 Buchprojekten: Der Gedichtband Affäre mit einem Erzähler von Daniela Chana erscheint im Frühjahr 2026 im Innsbrucker Limbus Verlag. Bereits im Herbst 2025 veröffentlicht der Wiener Klever Verlag das “bildschreibende Lyrikprojekt” (Verlagsankündigung) überschreiben. ich spiele verstecken / und gebe niemandem bescheid von Veronika Zorn.
Die Preise sind mit jeweils EUR 6.000 dotiert und geht zur Hälfte an die Autorinnen und zur anderen Hälfte an deren Verlage. Der Jury gehörten in diesem Jahr die Literaturwissenschaftlerinnen Christa Gürtler und Alexandra Millner sowie Robert Stocker (zum Zeitpunkt der Juryentscheidung Leiter der Literatursektion im Bund) an.
Daniela Chana (* 1985 in Wien) promovierte an der Universität Wien im Fach Vergleichende Literaturwissenschaft. Ihr Gedichtband Sagt die Dame (Limbus Verlag, 2018), wurde 2019 unter die Lyrik-Empfehlungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung gewählt. 2021 folgte, wieder bei Limbus, der Erzählband Neun seltsame Frauen, der ihr eine Nominierung auf der Shortlist des Österreichischen Buchpreises eintrug. Für die Tageszeitung Die Presse schreibt sie regelmäßig Essays über Themen des Alltags und der Literatur, für www.literaturhaus-wien.at regelmäßig Rezensionen österreichischer Neuerscheinungen.
Veronika Zorn (* 1988 in Innsbruck) hat Theater-, Film- und Medienwissenschaften an der Universität Wien, sowie Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst studiert und “bewohnt kleine Formen zwischen Text, Bild und Objekt”. Sie lebt in Wien und Biel.
Die Stiftung Holfeld Tunzer Preis hat ihren Sitz im Literaturhaus Wien (Kuratoriumsvorsitzender: Robert Huez) und ist nach der 1966 verstorbenen Helene Tunzer, geborene Holfeld, benannt. Diese hatte testamentarisch verfügt, dass mit ihrer Hinterlassenschaft eine Stiftung zur Unterstützung junger österreichischer Schriftsteller:innen ins Leben gerufen werden solle. Erste Preisträgerin war 2001 die Autorin Sissi Tax.
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