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Priessnitz-Preis 2026 für Mercedes Spannagel

Di. 21.7.2026

Der Reinhard-Priessnitz-Preis 2026 geht an die Autorin Mercedes Spannagel. Die Verleihung der mit EUR 5.000 dotierten und vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport finanzierten Auszeichnung findet am 5.11.2026 im Literaturhaus Wien statt. Die Laudatio wird die Autorin Ana Drezga  halten.

Ihre Literatur, so heißt es in der Jurybegründung „ist sprachlich und inhaltlich originär in ihrem gleichermaßen unterhaltenden wie kritisch scharfsichtigen Befund aktueller Überlebenskämpfe.“ Die Juroren Robert Schindel und Gustav Ernst würdigen Spannagels Sprache, die „immer witzig in ihrer Direktheit, Nüchternheit und Bösartigkeit“ sei: „Rücksichtslos und lustvoll ironisch zerlegt sie minutiös die dummen, beleidigenden und von Neid, Frust und unterdrückten Aggressionen geprägten Smalltalks in der Kaffeeküche.“

Mercedes Spannagel, geboren 1995 in Wien, aufgewachsen in Heidelberg und Salzburg, lebt derzeit in Berlin. Sie ist Diplomingenieurin im Maschinenbau. Ihre Texte wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Förderungspreis 2017, dem 1. Platz des FM4 Wortlaut Preises 2018 und dem Literaturpreis der Arbeiterkammer Oberösterreich 2021. Ihr erster Roman Das Palais muss brennen (KiWi) war 2020 für den Österreichischen Buchpreis in der Kategorie Debüt nominiert. Ihr zweiter Roman Crashtest Dummies ist im Frühjahr 2026 bei Blessing erschienen. Homepage von Mercedes Spannagel

Der Reinhard-Priessnitz-Preis wird seit 1994 jährlich an Autor:innen vergeben, die in deutscher Sprache schreiben. Die Auswahl der Preisträger:innen erfolgt durch eine Jury, eine Einreichung ist nicht möglich. Die Auszeichnung erinnert an einen der bedeutendsten Vertreter der Neuen Poesie, an den Wiener Autor Reinhard Priessnitz, der am 5. November 1985 40-jährig in Wien gestorben ist.
Bisherige Preisträger:innen: Margret Kreidl (1994), Kathrin Röggla (1995), Hansjörg Zauner (1996), Lotte Podgornik (1997), Sabine Gruber (1998), Barbara Hundegger (1999), Heinz D. Heisl (2000), Christoph W. Bauer (2001), Birgit Müller-Wieland (2002), Olga Flor (2003), Xaver Bayer (2004), Gerhild Steinbuch (2005), Thomas Ballhausen (2006), Ann Cotten (2007), Angelika Reitzer (2008), Michael Hammerschmid (2009), Andrea Winkler (2010), Richard Obermayr (2011), Judith Nika Pfeifer (2012), Anna Weidenholzer (2013), Robert Prosser (2014), Anna-Elisabeth Mayer (2015), Sandra Gugić (2016), Hanno Millesi (2017), Antonio Fian (2018), Barbi Marković (2019), Elias Hirschl (2020), Simone Hirth (2021), Jana Volkmann (2022), Bastian Schneider (2023), Laura Freudenthaler (2024) und Yevgeniy Breyger (2025).

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