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Staatspreise für literarische Übersetzung 2025 für Relja Dražić und Brigitte Hilzensauer

Mo. 24.11.2025

Die Österreichischen Staatspreise für literarische Übersetzung 2025 gehen an den serbischen Übersetzer und Verleger Relja Dražić und die Österreicherin Brigitte Hilzensauer. Die beiden mit jeweils EUR 15.000 dotierten Preise werden jährlich vom Ministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) für die Übersetzung literarischer Werke ins Deutsche bzw. für die Übersetzung österreichischer Literatur in eine Fremdsprache vergeben.
Wie das Ministerium am Montag in einer Aussendung mitteilte, findet die Preisverleihung am 29. Juni 2026 im Literaturhaus Wien statt.

Brigitte Hilzensauer, wird für ihre Übertragungen aus dem Englischen ins Deutsche ausgezeichnet. Die Jury, der Leopold Decloedt, Miranda Jakiša, Maria-Christine Leitgeb, Igor Metzeltin und Werner Richter angehören, hob ihr großes Talent hervor „beim Durchkomponieren hochkomplexer Gedankengänge, und zwar auf eine Weise, dass auch dichte und komplexe Stile im Deutschen wie selbstverständlich wirken: dies ist die wahre Kunst beim Literaturübersetzen“.
Geboren 1950 in Salzburg, studierte Hilzensauer Germanistik und Geschichte in Wien, arbeitete viele Jahre als Lektorin im Zsolnay-Verlags und ist seit 2013 als Übersetzerin tätig – u. a. von Edmund de Waal (Der Hase mit den Bernsteinaugen, Zsolnay 2012), Kapka Kassabova (Die letzte Grenze, Zsolnay 2018), Graham Greene (Die Reisen mit meiner Tante, dtv 2013) oder Timothy Snyder (Der König der Ukraine, Zsolnay 2009).

Der Staatspreis für literarische Übersetzung in eine Fremdsprache geht an den 1954 in Bogojevo im heutigen Serbien geborenen Relja Dražić. Er ist seit 1982 als Literaturübersetzer mit Fokus auf österreichischer Literatur tätig und hat neben Klassikern der österreichischen Literatur des 20. Jahrhundert wie Ingeborg Bachmann, Joseph Roth und Heimito von Doderer auch zeitgenössische Werke von Peter Handke, Ljuba Arnautović oder Norbert Gstrein aus dem Deutschen ins Serbische übertragen.
„Seine kongenialen Übersetzungen folgen dabei allen Schattierungen und Nuancen der Originale und bescheren einen Lesegenuss, der den Originalen in nichts nachsteht“, heißt es in der Begründung der Jury, die auch Dražićs Einsatz für die Verbreitung deutschsprachiger Literatur in Serbien und dem gesamten Balkanraum würdigte.

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