
Auch in ihrer letzten Ausgabe, die von 15. bis 17. Mai 2026 bei freiem Eintritt in der Wiener Brunnenpassage stattfindet, präsentieren die Kritischen Literaturtage (Krilit) in Wien “Literatur abseits des Mainstreams”.
“An drei Tagen im Mai füllt sich die Ottakringer Brunnenpassage jährlich mit Lesestoff für die Weltverbesserung. Die inhaltlichen Schwerpunkte bilden die Arbeitswelt und gewerkschaftliche Bemühungen, ist die Krilit ja ursprünglich vom ÖGB ausgegangen. Heute wie damals versammeln wir freie Geister, AktivistInnen der Literaturszene, Verlage und LeserInnen, vernetzen auf Augenhöhe und offerieren kreativen Austausch. Sehr niederschwellig kann man sich als BesucherIn über aktuelle Neuerscheinungen informieren und auch gleich vor Ort gemütlich schmökern. Besonderes Augenmerk gilt der Ausgewogenheit der Genres, von Poesie, Belletristik, politischer Theorie und Widerstandsgeschichte – und den Entdeckungsmöglichkeiten von (noch) Unbekanntem”, umreißt Ulli Fuchs (Labor Alltagskultur) die Aufgabe der Kritischen Literaturtage, die sie seit 16 Jahren mit großem Engagement organisiert.
Insgesamt 34 unabhängige und kleine Verlage aus Wien und dem deutschsprachigen Raum sowie Initiativen und Zeitschriften stellen ihre Publikationen vor. Auf dem Veranstaltungsprogramm stehen 15 Lesungen, eine Abendveranstaltung und einer Kinderbuchausstellung.
Kinderliteratur ist seit Jahren ein Krilit-Schwerpunkt – in Kooperation mit der Initiative „Yuki lies!“. Im Rahmen eines weiteren Schwerpunkts präsentieren sich 9 Literaturzeitschriften: PODIUM, perspektive, Tarantel, Brot & Spiele, Zwischenwelt, process*in, mischen, Words & Worlds, Kassiber.
Die heurige Krilit ist voraussichtlich die letzte, da Ulli Fuchs die Messe in Zukunft nicht mehr organisieren wird. Über die Gründe für ihren Ausstieg und wie es mit der Messe dennoch weitergehen könnte, hat sie mit Astrid Nischkauer im literadio-Interview gesprochen.
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