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Friendly Fire
Ö-Premiere von Klaus Frieds Hommage an seinen Vater Erich

Sa. 21.3.2026

Friendly Fire heißt das Filmporträt des britisch-österreichischen Filmregisseurs und Drehbuchautors Klaus Fried über seinen Vater, den Autor Erich Fried (1921-1988), das am Freitag Abend im Rahmen des Filmfestivals Diagonale in Graz seine Österreich-Premiere feierte.
Der von HANFGARN & UFER und MISCHIEF FILMS produzierte und von Julia Albrecht realisierte Film (D/Ö 2025 / 109 min.) wird in Wien im November dieses Jahres zur Erich-Fried-Preisverleihung 2026 in Kooperation mit dem Literaturhaus Wien zu sehen sein.

Klaus Fried, 1969 als Sohn des Lyrikers Erich Fried und der britischen Künstlerin Catherine Boswell in London geboren, und seine beiden Geschwister mussten den berühmten Vater mit „einer Generation junger Deutscher teilen, die ihren eigenen Vätern nicht trauen konnten. Manche fügten sich in die Familie ein, wie der Studentenführer Rudi Dutschke, der mit einem Fünfjährigen zu spielen wusste, oder der Clown-Bomber Fritz Teufel, der einen wunderbaren Strudel backte. Aber die meisten hatten nur Augen für Erich. Das war ärgerlich.“

Jahrzehnte nach dem Tod des „unvollkommenen, aber innig geliebten Vaters“ macht sich sein Sohn Klaus auf den Weg und tastet sich im Gespräch mit Geschwistern, Freunden und Zeitgenossen an seinen Vater heran. Fried senior bietet durch sein messy love-life mit drei Ehen und mindestens sechs Kindern ein weites Feld. Der Film erzählt seine Geschichte entlang von Marksteinen der jüngeren Geschichte Europas: Vom so genannten Anschluss Österreichs 1938 über die Verbrechen des Nationalsozialistischen Terrorregimes, die deutsche Teilung mit Fried als kundigem Wanderer zwischen den Welten, die wilden Sixties und die Unruhen der 68er, Vietnam und den Terrorismus der deutschen RAF. Fried senior tritt dabei gelegentlich von der Seitenlinie mit beeindruckender Poesie auf, die bisher nur wenige von ihm kennen.

„Ich war noch ein Teenager, als er starb, aber seitdem habe ich mich mit den Fragmenten seiner Identität befasst und sie zusammengesetzt, um zu sehen, was für ein Porträt sie ergeben könnten. Es ist ein faszinierendes Puzzle aus haarsträubenden Geschichten und humorvollen Anekdoten – ein absurdes Leben, aber ein erstaunlich kohärentes. Er hat vielleicht nicht lange genug gelebt, um die unzähligen Fragen zu beantworten, die ich nie stellen konnte, aber er hat in seiner Poesie und den Freunden und Anhängern, die er hinterließ, viele Hinweise hinterlassen“, so Klaus Fried.

Klaus Fried mit seinem Vater Erich

Filmstill aus Friendly Fire, Klaus Fried im Rückspiegel in London

Filmstill aus Friendly Fire, Klaus Fried am Londoner Friedhof Kensal Green

Filmstill aus Friendly Fire, Grab von Erich Fried am Londoner Friedhof Kensal Green

Filmstill aus Friendly Fire, Klaus Fried vor einer Erich-Fried-Skulptur seiner Mutter, der Künstlerin Catherine Boswell

Filmstill aus Friendly Fire, Klaus Fried im Zug

Filmstill aus Friendly Fire, Klaus Fried im Schwarzwald

Filmplakat zu Friendly Fire
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