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flugschrift N°53 von Lucas Cejpek erschienen

Mi. 19.11.2025

QUER ZUR SCHREIBLINIE heißt die 53. Ausgabe der flugschrift, in der Wiener Autor und Regisseur Lucas Cejpek Einblick in seine Arbeitsweise gibt: „Ich schreibe zuerst mit Bleistift, auf der Rückseite von bedrucktem Kopierpapier, und nachdem ich meine Texte abgetippt und ausgedruckt habe, überschreibe ich sie noch einmal mit der Hand. Um weitere Ergänzungen machen zu können, muss ich das Blatt drehen, bis es voll ist.“

“Frühe Formgebungen des zu Erzählenden”, nennt flugschrift-Herausgeber Dieter Sperl die Textgebilde, die erfolgte und kommende Arbeitsprozesse vorstellen. “Ob man die Text-Bilder entziffern kann, ob sie Bezug aufeinander nehmen und welche Teile mit anderen in Kontakt stehen oder in eine Bewegung treten (kooperieren), ist die eine Seite, die andere, dass sie sichtbare körperliche Erscheinungsformen des Autors beim Wahrnehmen, Denken, Erzählen darstellen, somit auch den Willen des Autors zur Form zeigen, das richtige Wort zu treffen, es womöglich auch wieder gehen zu lassen etc. Man kann nachlesen (-sehen), was gestrichen worden ist, kann dem Rhythmus der Linienführung beim Schreiben und also (fast) dem Akt des Schreibens selbst beiwohnen, wenn man ihm zu folgen bereit ist.”

Lucas Cejpek, geboren 1956 in Wien, aufgewachsen in Graz, Mitarbeit im Forum Stadtpark (Theater und Literatur), freier Mitarbeiter beim ORF Steiermark (Literatur und Hörspiel), 1990 Übersiedlung nach Wien, Theater- und Hörspielregie, freier Schriftsteller. Romane, Essays, zuletzt: Du siehst Gespenster und nichts in der Minibar (Sonderzahl, 2024).

Die flugschrift ist eine von dem Autor Dieter Sperl konzipierte und herausgegebene und vom Literaturhaus Wien unterstützte Literaturzeitschrift, die einem Autor/einer Autorin bzw. einer Autor:innengruppe gewidmet ist, der/die eingeladen wird, jeweils eine Ausgabe nach seinen/ihren Vorstellungen zu entwerfen. Die flugschrift bietet auf einem 48 x 68 cm großen Format – beidseitig bedruckbar und mehrfach gefaltet – den größtmöglichen gestalterischen Spielraum – vom Plakat bis zum 16-seitigen Heft. Seit 2012 haben Autor:innen unterschiedlicher Generationen eine flugschrift nach ihren Vorstellungen gestaltet – von Friederike Mayröcker und Gerhard Rühm bis zu Ann Cotten, Teresa Präauer, Margret Kreidl und Natascha Gangl. Auch von internationalen Künstler:innen wie der Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller und dem US-amerikanischen Autor Mark Z. Danielewski gibt es schon flugschrift-Ausgaben. www.flugschrift.at/

Die flugschrift kann via Mail oder im Online-Shop des Literaturhaus Wien bestellt werden oder vor Ort im Literaturhaus Wien erworben werden.

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