
Mit der Verleihung der insgesamt 6 Preise gingen am Sonntag Vormittag in Klagenfurt die 50. Tage der deutschsprachigen Literatur (TddL) zu Ende.
Die große Gewinnerin war die deutsche Autorin Lena Schätte (eingeladen von Thomas Strässle). Mit ihrem Text Was wir tragen konnte sie nicht nur den Hauptpreis, den mit EUR 30.000 dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis, sondern auch den BKS Bank Publikumspreis (EUR 7.000) und den Preis der Festivalschreiberin beim Carinthischen Sommer (EUR 3.000 und ein zweimonatiges Stipendium am Ossiacher See) erringen.
Die in Berlin lebende Österreicherin Magdalena Schrefel wurde für ihren Text KIRSCHEN, HERZ MIT VERBAND über eine Krebserkrankung mit dem 3sat-Preis (EUR 7.500) ausgezeichnet. Schrefel las auf Einladung von Laura de Weck, die sich in ihrer Laudatio für einen „meisterhaften Text“ bedankte, der Einblick in das Ringen mit einer Krankheit gebe, die jede achte Frau betreffe.
Der mit EUR 12.500 dotierte Deutschlandfunk-Preis ging an Ozan Zakariya Keskinkılıç (eingeladen von Mara Delius) für Vater ohne Sohn.
Die derzeit am Salzburger Mozarteum studierende ungarische Autorin Kinga Tóth (eingeladen von Brigitte Schwens-Harrant) wurde für OstblockMädl mit dem KELAG-Preis (EUR 15.000) bedacht. „Sie gibt Frauen Sprache und Gesicht zurück“, so Schwens-Harrant in ihrer Laudatio über die Autorin und Performerin, die in ihrem Text die Arbeitsmigration ungarischer Frauen thematisiert. Wer Kinga Tóth einmal gelesen habe, werde sie nicht mehr vergessen, so Schwens-Harrant weiter.
Unter den insgesamt 14 am Wettbewerb teilnehmenden Autor:innen lasen – neben Magdalena Schrefel – noch 3 mit Österreichbezug: Wolfgang Popp (A), Fiona Sironic (D/A) und Christoph Szalay (A).
Nach einem Jahr Pause fand heuer von 21. bis 24. Juni wieder ein Klagenfurter Literaturkurs statt – in neuer Form und veranstaltet vom Robert-Musil-Institut für Literaturforschung/Kärntner Literaturarchiv der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt mit Unterstützung des Landes Kärnten (Abteilung 14 – Kunst und Kultur).
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