Do, 23.4.2026, 19.00
#BEGEGNUNG

Nahaufnahme Peter Waterhouse
Österreichische Autor:innen im Gespräch

¡Porträt!

Lesung und Gespräch: Peter Waterhouse
Moderation und Gespräch: Roland Innerhofer und Alexandra Millner

Peter Waterhouse ist mit zwei Sprachen groß und mit dreien zum Übersetzer geworden. Das Über-Setzen von einer Sprache in die andere mit seiner Notwendigkeit, zum vorsprachlichen Kern der Worte vorzudringen, hat ihm als vierte Sprache jene der Poesie eingebracht. Mit dieser Sprache fokussiert er nun im Sinne der Konkreten Poesie auf den Zeichencharakter der Sprache, auf ihre Lautung und ihre Buchstaben, und knüpft über das Prinzip der Ähnlichkeit wilde, witzige und erhellende Verbindungen. Dann wieder geht er der Herkunftsspur der Wörter nach und stellt sie in einen schauderlich großen Kontext von Raum und Zeit. Über die Auseinandersetzung mit Sprache gelangt er zur Frage nach der Einwirkung politischer Entwicklungen auf den Denk- und Sprachraum des Individuums. Phänomene wie Geheimhaltung und Verrat, Vertreibung und Flucht, Lesen-Wollen und Nicht-Verstehen-Können erfasst Waterhouse an konkreten Anlässen und macht durch Fragen und innere Dialoge ihre überzeitliche Bedeutung sichtbar. Im Podiumsgespräch werden Sprache, Struktur und die Dimension der Zeit im Roman Z Ypsilon X von Peter Waterhouse im Fokus stehen. Mit Peter Waterhouse sprechen der Literaturwissenschaftler Roland Innerhofer und die Literaturwissenschaftlerin Alexandra Millner. Der Autor liest Ausschnitte aus seinem rezenten Roman Z Ypsilon X (2025).

In Kooperation mit dem Verein Neugermanistik Wien, unterstützt von der Kulturabteilung der Stadt Wien MA 7/Wissenschaft.

Peter Waterhouse, geboren 1956, wuchs in Berlin auf und lebt in Wien. Studium der Germanistik und Anglistik in Wien, seit 1979 freiberuflicher Übersetzer (Englisch, Italienisch), Herausgeber der Werke von Michael Hambuger, zahlreiche Preise. Er schreibt Lyrik, Prosa, Romane, Theatertexte und poetologische Essays.

Roland Innerhofer, em. Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Wien, mit einem Forschungsschwerpunkt auf Science-Fiction, Avantgarden und das
Wechselverhältnis von Literatur und Architektur in der Literatur des 19., 20. und 21. Jahrhunderts.

Alexandra Millner, geboren 1968, Privatdozentin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Wien, Leiterin eines Forschungsprojekts zur Dramatik Albert Drachs an der Universität für angewandte Kunst Wien sowie Dramaturgin im Kabinetttheater.

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