Do, 26.11.2026, 19.00

Boris Schumatsky
Die Seine fließt ins Schwarze Meer

Residenz

¡Buch Wien!

Lesung und Gespräch: Boris Schumatsky
Moderation und Gespräch: Yevgeniy Breyger

Boris Schumatsky hat 2025 mit einem Auszug aus seinem aktuellen Roman Die Seine fließt ins Schwarze Meer beim Wettlesen um den Bachmannpreis den Deutschlandfunk-Preis erhalten. Seit Erscheinen spricht die Kritik von einem Meisterwerk, das die Gewalt der Gegenwart mit der Geschichte und einer grundsätzlichen Reflexion über die Möglichkeiten des Schreibens verbindet. Der russisch-jüdische Erzähler lebt in Berlin, seine kranke Mutter kann er nicht mehr in Moskau besuchen, da ihm dort die Verhaftung droht. So bleiben ihm nur Telefonate mit ihrer immer leiser werdenden Stimme, Erinnerungen an ein Aufwachsen in einer gewaltvollen Diktatur und die unzähligen Geheimnisse, die am Küchentisch der Eltern erzählt wurden. Vor allem von der umtriebigen Natalia, die in Paris einst Concierge in dem Hotel war, in dem Paul Celan wohnte, und die über Celans Leben und Lieben mehr zu berichten hat, als die Forschung weiß. Überzeugend verbindet Schumatsky seine politische Verzweiflung über Russlands Krieg gegen die Ukraine und den Antisemitismus vor seiner Haustür mit Kindheitsbildern und einer persönlichen Lesart von Celans Leben, Schreiben und Tod. Den Abend moderiert der Lyriker, Übersetzer und Verleger Yevgeniy Breyger.

In Kooperation mit der Buch Wien

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