
Marianne Jungmaier wurde für ihren Band Kontinentaldrift (Otto Müller Verlag) mit dem Ilse-Schwepcke-Preis ausgezeichnet. Die Verleihung fand am Freitag Abend im Rahmen der 78. Frankfurter Buchmesse statt.
Der Preis
Mit dem seit 2025 vergebenen Ilse-Schwepcke-Preis werden jährlich je 1 deutschsprachige und 1 englischsprachige Neuerscheinung herausragender Reiseliteratur von Autorinnen prämiert. Die mit EUR 6.000 bzw. GBP/Britische Pfund 5.000 dotierte Auszeichnung ist nach der deutsch-englischen Verlegerin und Herausgeberin der Reihe „The Armchair Traveller“ im Verlag Haus Publishing (London) benannt.
Als englischsprachige Neuerscheinung wurde heuer Always Home, Always Homesick (Picador, Pan Macmillan) von Hannah Kent mit einem Preis bedacht.
Die Jurybegründung
„Die Stärke des Buchs Kontinentaldrift von Marianne Jungmaier ist seine Erzählerin: ihre Beobachtungsgabe, der aufmerksame, offene, empathische Blick auf die Menschen, von denen sie auf ihren Reisen aufgenommen wird. Ob in Armenien, Islamabad, London, Dubai oder Berlin, ob in den Bergen, am Meer oder in der Wüste, ist sie zu Gast bei Freundinnen und Bekannten, und so sind es die menschlichen Beziehungen, die ihre Route vorgeben. Daraus, wie auch durch die präzise, knappe und stimmungsvolle Sprache, entsteht ein sehr zeitgemäßes Gefühl. Dieses Buch ist ‚klassische’ Reiseliteratur im besten Sinne der teilnehmenden Wahrnehmung einer unbekannten Landschaft, Gegend, Welt und bettet diese gleichzeitig ein in eine politische und gesellschaftliche Realität, die heute jede Reise begleiten muss”, so die Jury für die Auswahl der deutschsprachigen Neuerscheinung, der in diesem Jahr Millay Hyatt (Autorin und Gewinnerin des ersten Ilse-Schwepcke-Preises), Maria Klöcker (Gründerin der Buchhandlung Weltenleser in Frankfurt am Main) und Martina Wimmer (Autorin und Redakteurin bei der Zeitschrift mare) angehörten.
Die Preisträgerin
Marianne Jungmaier schreibt Lyrik, Prosa und Romane. Zuletzt erschienen im Otto Müller Verlag die Reiseerzählungen Kontinentaldrift (2026) und der Lyrikband Gesang eines womöglich ausgestorbenen Wesen (2024). www.mariannejungmaier.com
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