
Die Deutsche Schillerstiftung von 1859 zeichnet die österreichische Schriftstellerin Margret Kreidl mit der Ehrengabe für das Jahr 2025 (Dotierung EUR 10.000) aus. Der Lyrikpreis für das Jahr 2025 der Anke Bennholdt-Thomsen-Stiftung (Dotierung EUR 10.000), einer Unterstiftung der Deutschen Schillerstiftung, geht an die in Österreich und Deutschland lebende Autorin und Übersetzerin Ann Cotten.
Wie nun die Deutsche Schillerstiftung von 1859 auf ihrer Homepage mitteilte, findet die Verleihung der Preise im Rahmen einer Gala am 11. Dezember 2026 im Festsaal des Goethe-Nationalmuseums in Weimar statt.
Die Jurybegründungen
Die Jury, der derzeit unter dem Vorsitz von Florian Höllerer (Literaturwissenschaftler, Leiter des Literarischen Colloquium Berlin) die Autorin Nancy Hünger, die Kritikerin Beate Tröger, der Autor und Verleger Dinçer Güçyeter sowie die Kulturredakteurin Judith Heitkamp angehören, hob in ihrer Begründung die „außergewöhnliche formale Vielfalt und Experimentierfreude“ hervor, die Margret Kreidls Schreiben auszeichne. Kreidl bewege sich souverän zwischen Lyrik, Prosa, Hörspiel und Theater und überschreite dabei bewusst die Grenzen traditioneller Gattungen. „Diese intermediale Offenheit ist kein Selbstzweck, sondern Ausdruck eines umfassenden künstlerischen Konzepts.“
Ann Cotten eröffne – so die Jury – mit ihren Gedichten „neue Perspektiven auf die uns umgebende Welt, deren Ausmaße Werk um Werk schwindelerregender werden. Und nie schreibt Ann Cotten Dichtung, ohne über Dichtung zu schreiben.“
Die Deutsche Schillerstiftung von 1859
Die im Andenken an Friedrich Schiller (1759–1805) gegründete Deutsche Schillerstiftung von 1859 ist die älteste private Fördereinrichtung für Schriftsteller:innen im deutschen Sprachraum. Der Schwerpunkt ihres Wirkens liegt seit der Gründung 1855, ihrer Konstituierung 1859 und ihrer Wiedergründung 1995 in allgemeiner Literaturförderung durch dotierte Auszeichnungen für besondere schriftstellerische Leistungen, zu denen jährliche Ehrengaben und Förderpreise gehören. Zugleich fungiert die Stiftung auch als Dach renommierter Unterstiftungen, die von namhaften Persönlichkeiten für die Vergabe weiterer Literaturpreise eingerichtet wurden.
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