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Förder-Aus für
österreichische Autor:innen beim Deutschen Literaturfonds

So. 23.8.2026

Der Deutsche Literaturfonds, ein wesentlicher Fördergeber der deutschsprachigen Literaturlandschaft, hat die Vergabe seiner Arbeitsstipendien auf „deutschsprachige Bewerber:innen mit deutscher Staatsbürgerschaft oder mit erstem Wohnsitz in Deutschland“ beschränkt. Dies bedeutet das Ende der Unterstützung von österreichischen Autor:innen durch den Deutschen Literaturfonds.

Die Arbeitsstipendien sind aus Auszeichnung und finanzielle Unterstützung professioneller Schriftsteller:innen für konkrete Projekte gedacht. Sie sind mit EUR 3.000 pro Monat bei einer maximalen Laufzeit für ein Jahr vergleichsweise hoch dotiert und richten sich an Lyriker:innen, Prosa-, Hörspiel-, Kinder- und Jugendbuch-Autor:innen sowie Dramatiker:innen. Als Vergabekriterien werden „literarische Qualität, Entwicklungspotential und Kontinuität“ genannt, außerdem muss eine „selbständig erschienene, nicht selbst finanzierte literarische Buchveröffentlichung in einem deutschsprachigen Verlag“ vorliegen.

Das Gesamtbudget des Literaturfonds, um „die Entstehung literarisch herausragender Werke und ihre Vermittlung zu ermöglichen“, beträgt derzeit EUR 2,8 Millionen pro Jahr (Stand 2026).

In der Vergangenheit erhielten eine Vielzahl österreichischer Autor:innen Arbeitsstipendien des Deutschen Literaturfonds, darunter Manon Bauer, Clemens Berger, Franz Josef Czernin, Elfriede Czurda, Raphaela Edelbauer, Antonio Fian, Valerie Fritsch, Erich Hackl, Maja Haderlap, Alois Hotschnig, Elfriede Jelinek, Marianne Jungmaier, Reinhard Kaiser-Mühlecker, Marie-Thérèse Kerschbaumer, Anna Kim, Stefan Kutzenberger, Anna Mitgutsch, Sabine Scholl, Eva Schörkhuber, Margit Schreiner, Raoul Schrott, Isabella Straub oder Cornelia Travnicek.

Darüber hinaus vergibt der Deutsche Literaturfonds mehrere Preise, darunter den Großen Preis des Deutschen Literaturfonds, den Paul Celan-Übersetzerpreis und mehrere 10-wöchige bezahlte Auslandsaufenthalte, beispielsweise in New York City oder London.

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