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Podcast LAVANT HÖREN: neue Ausgabe mit Yevgeniy Breyger & Marko Dinić

Fr. 24.7.2026

LAVANT HÖREN heißt ein von dem Kärntner Regisseur Martin Kušej moderierter Podcast der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft, in dem bekannte Schauspielerinnen wie Gerti Drassl oder Verena Altenberger Lyrik, Prosa und aus Briefen der österreichischer Autorin Christine Lavant (1915-1973) lesen.

Die aktuelle und nunmehr 6. Folge von LAVANT HÖREN führt ins Literaturhaus Wien zu einem Abend mit Lavant-Preisträger 2023 Yevgeniy Breyger und seinem Autorenkollegen und Freund Marko Dinić. In der jüngsten Ausgabe der Gesprächsreihe LAVANT LESEN – eine Kooperation der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft und des Literaturhaus Wien haben die beiden über ihre persönliche Lavant-Lektüre gesprochen und ausgewählte Gedichte gelesen.

Yevgeniy Breyger und Marko Dinić tauschen sich seit langem regelmäßig über Lyrik – speziell auch über die Kärntner Schriftstellerin und ihr Werk – aus. Im Zentrum ihres öffentlichen Gesprächs, das am 26. Mai 2026 im Literaturhaus Wien stattfand, standen 8 Gedichte. Der Podcast LAVANT HÖREN bringt Ausschnitte aus diesem intensiven Nachdenken über Körper und Geist, Mond und Stern in Lavants Werk.

Yevgeniy Breyger präsentierte folgende 4 Texte: Das Ende wird einst mir gehören (In: Spindel im Mond), Zwölf dotterbrüstige Vögel, doch keiner von ihnen erleuchtet mich (Werkausgabe Bd. 1), So also geht Erleuchtung vor? (In: Seit heute, aber für immer, hg. von Jenny Erpenbeck), Um Mitternacht habe ich Sterne zerkaut (Werkausgabe Bd. 1).
Marko Dinić’ Auswahl umfasst diese 4 Gedichte: Du hast mich aus aller Freude geholt (In: Sonnenvogel), Oh Schaukel Gottes (In: Die Bettlerschale), Ich fürchte mich und Laubloser Baum, der Weg war eine Natter (In: Christine Lavant – Gedichte aus dem Nachlass, Werkausgabe Bd. 4; Letzteres vermutlich Lavants letztes Gedicht, 1962/1973).

Der Podcast kann auf der Website der Lavant-Gesellschaft und auf allen gängigen Plattformen (Spotify, etc.) angehört werden.

Christine Lavant wurde 1915 als neuntes Kind eines Bergarbeiters und einer Flickschneiderin in Groß-Edling bei St. Stefan im Kärntner Lavanttal geboren. Ihre Schulbildung musste sie aus gesundheitlichen Gründen früh abbrechen. Jahrzehntelang bestritt sie den Familienunterhalt als Strickerin. Ihr einzigartiges literarisches Werk (mehr als 1.700 Gedichte und 1.200 Seiten Prosa) entstand in weniger als eineinhalb Jahrzehnten von 1946 bis Ende der 1950er Jahre. Die Hälfte davon blieb zu ihren Lebzeiten unveröffentlicht und erschien, herausgegeben von Klaus Amann und Doris Moser, in einer vierbändigen kommentierten Werkausgabe im Verlag Wallstein (2014–18, Göttingen). Lavant erhielt unter anderem den Georg-Trakl-Preis (1954 und 1964), den Wildgans Preis (1962) und den Großen Österreichischen Staatspreis (1970). Sie starb 1973.

Die Internationale Christine Lavant Gesellschaft (ICLG) in Wien – gegründet im November 2015 – hat sich zum Ziel gesetzt, die “weltweite Verbreitung und das Verständnis des literarischen Werks von Christine Lavant zu fördern, ihr Andenken zu pflegen und ihre geistige Hinterlassenschaft als große Dichterin mit humaner Haltung und sozialkritischem Blick stärker ins Bewusstsein der österreichischen und internationalen Öffentlichkeit zu heben”.
Zu den Aktivitäten gehört neben der Unterstützung von Buchausgaben und dem Podcast auch die Stiftung des mit EUR 15.000 dotierten Christine Lavant Preises, der seit 2016 jährlich auf Vorschlag des international besetzten Literarischen Beirats der ICLG an Personen vergeben, die in deutscher Sprache schreiben und die von der Öffentlichkeit bereits als wichtige literarische Stimmen wahrgenommen wurden. Die bisherigen Preisträger:innen: Kathrin Schmidt (2016), Bodo Hell (2017), Klaus Merz (2018), Angela Krauß (2019), Judith Schalansky (2020), Maja Haderlap (2021), Alois Hotschnig (2022), Yevgeniy Breyger (2023), Ann Cotten (2024), Ulrike Draesner (2025).

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