Hanne Römer
L U F T
Die .aufzeichnensysteme der Forscherin

Vernissage
// Mi, 9. September 2026, 19.00 Uhr
//

Ikonisch zugespitzt auf die Protagonistin der anwachsenden Trilogie einer Expansion (DATUM PEAK, 2024 / L U F T, 2026 Ritter Verlag) und herausgeschält aus dem Alter Ego elffriede, erscheint die Autorin und Künstlerin Hanne Römer selbst, inmitten ihrer aktuellen .aufzeichnensysteme, einem seit 2000 fortentwickelten, tranzdisziplinären Kunstwerk, welches sich – in dieser Ausstellung – als originelle, ortsbezüglich inszenierte Installation aus Texten, Textbildern, Serien minimalistischer, hochfeiner Feder-Zeichnungen und Zeichenbüchern, Notierungen, Sprach- und Hörstücken sowie zahlreichen Publikationen und experimentellen Projekten zwischen Ton/Bild/Text präsentiert und als solches das zentrale Thema Hanne Römers – ununterbrochenes, umeinander zirkulierendes, in permanenter Korrespondenz stehendes Schreiben, Zeichnen, Aufzeichnen – thematisiert.

„Die Fliege kann auch nur auf eine Stelle machen.“ Sie blinzelt, folgt im Augenwinkel einer Fluse, die im Raum schwebt, nicht greifbar. „Du solltest genauer hauchen, vielleicht ist dein Atem fettig.“ Beim Gehen spreizt sie die Finger, schwingt die Arme wie zwei Fächer links und rechts, vor und zurück. Vielleicht um das Fächeln von Fischen zu imitieren. Es wirkt nicht ganz sauber, aber intakt. „Kommst du flott voran?“
„Eher schleppend, flott ist das falsche Wort.“ Einbäume imitierend liegt etwas, treibt minutenlang regungslos auf der Oberfläche, verschwindet lautlos im Taucheranzug. Eingehüllt in einen Film feiner Luftblasen entschwebt die Gestalt, metallisch blau schimmernd. „Ich kann dir nicht folgen.“
„Bleib einfach, wo du bist. Alles dreht eine Runde und kommt ganz von selbst wieder ins Bild. Nur an anderer Stelle.“

Ausstellungsgestaltung // Hanne Römer, Christian Helwing
Kuratierung // Hanne Römer, Barbara Zwiefelhofer
Laufzeit // 14.9.2026 bis 28.1.2027
Öffnungszeiten September 2026 // Mo–Mi 9–17 Uhr
Öffnungszeiten ab Oktober 2026 // Mo–Do 9–17 Uhr

Termine

  • Mi, 9.9.2026, 19 Uhr: Vernissage mit Hanne Römer, Paul Pechmann (Lektor, Ritter Verlag) & Hannes Wurm / fishy
  • Sa, 12.9.2026, 14.30–15.30 Uhr: L U F T setzungen – Sprechstunde mit Hanne Römer/.aufzeichnensysteme
  • Mi 7.10.2026, 14.10.2026, 21.10.2026, 28.10.2026 jeweils von 15–17 Uhr (und auf Anfrage): Kurz.aufzeichnensysteme in Arbeit – Anwesenheit von Hanne Römer in der Ausstellung
  • Fr, 16.10.2026, 15–19 Uhr: identity (sucks) oder: wie ich mir mein denkmal im jahre 2045 vorstelle – Kurzklasse der schule für dichtung mit Hanne Römer in der Ausstellung
  • Mi, 20.1.2027, 19 Uhr: Finissage mit Hanne Römer & Friedrich C. Heller (Musik- und Buchwissenschaftler, Sammler)

Hanne Römer, geboren in Hessen, aufgewachsen in Hamburg, studierte Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und Druckgraphik an der Philipps-Universität Marburg (D) und Edinburgh (GB), arbeitete u. a. als Schildermalerin und Journalistin, lebt und arbeitet seit 2000 freischaffend in Wien.
Im Ritter Verlag veröffentlichte sie die Trilogie der Kompression – mit IM GRÜNEN (2017), GRATE (2019) und RAUTE (2021) –, der nun die Trilogie der Ausbreitung folgt, von der bislang die Bände DATUM PEAK (2024) und zuletzt L U F T (2026) erschienen sind.
Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen – u. a. Literaturstipendien der Stadt Wien (2016, 2022) und des Kunstministeriums (2011, 2019), den Förderpreis zum Heimrad-Bäcker-Preis (2018) und ist vertreten in folgenden Sammlungen: Bund, Stadt Wien, MUSA, MAK, Arbeiterkammer Wien, Die Kunstsammlung, Nordico, Landesmuseum Linz, Landesmuseum St. Pölten, Ferdinandeum Innsbruck, Sammlung H.C. Heller.www.aufzeichnensysteme.net

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