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Michaela Mayr wird neue ÖNB-Generaldirektorin

Mo. 16.3.2026

Michaela Mayr wird als neue Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) in Wien für die kommenden fünf Jahre vorstehen; Richard Starkel wurde als wirtschaftlicher Geschäftsführer wieder ernannt.
Wie Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) am 16. März 2026 im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gab, übernimmt Mayr, die zuletzt die langjährige ÖNB-Generaldirektorin Johanna Rachinger vertrat, am 1. April 2026 die Führung von Österreichs größter und bedeutendster wissenschaftlicher Bibliothek.

„Mit Michaela Mayr und Richard Starkel tritt ein Team an, das im Haus verankert ist und gleichermaßen für Kontinuität wie für Offenheit steht. Ich bin zuversichtlich, dass sie die Vision der Österreichischen Nationalbibliothek ‚Wir öffnen Räume‘ auf ihre eigene Weise weiterentwickeln und vorantreiben werden”, so Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler.

Ihr Ziel sei es, so Michaela Mayr, die zentralen Aufgaben der ÖNB – Bewahrung des kulturellen Erbes, Eröffnung vielfältiger Zugänge zu Wissen, Kultur und Bildung – weiterzuentwickeln und “die gesellschaftliche Bedeutung dieser einzigartigen Institution nachhaltig zu stärken. Mit meiner langjährigen Erfahrung als Leiterin der Digitalen Bibliothek und als Koordinatorin der Strategie der Österreichischen Nationalbibliothek stehe ich für Kontinuität und Zukunftsorientierung.”

Michaela Mayr (*1977 in Steyr/OÖ) studierte „Library and Information Studies“ sowie Internationale Betriebswirtschaft an der Universität Wien. Mayr kam 2008 in die ÖNB, wo sie zunächst für Aufbau und Projektleitung der Webarchivierung (2008-2016) verantwortlich war. Zudem war sie 2015 interimistische Leiterin der Hauptabteilung Benützung und Information. Seit 2016 ist sie Koordinatorin der Strategie der Österreichischen Nationalbibliothek und Leiterin der Hauptabteilung Digitale Bibliothek . Seit April 2025 war sie Prokuristin und Stellvertreterin der wissenschaftlichen Geschäftsführerin und Generaldirektorin.

Für die Nachfolge von Johanna Rachinger (*1960), die 2001 von der damaligen Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP) als ÖNB-Generaldirektorin berufen wurde und 2025, ein Jahr vor ihrer geplanten Pensionierung, krankheitsbedingt abberufen wurde, hatten sich 23 Personen beworben, 16 Frauen und 7 Männer. In der Findungskommission saßen Verena Brunner-Loss (Vorsitzende des Kuratoriums der ÖNB), Elmar Ehbrecht (kaufmännischer Leiter der TIB Hannover), Damian Elsig (Direktor der Schweizerischen Nationalbibliothek), Theresia Niedermüller (Leiterin der Sektion Kunst und Kultur im BMWKMS) und Dorothea Sommer (Generaldirektorin der Bayerischen Staatsbibliothek).

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