
Das Blaue Familienalbum heißt eine musikalische Revue, die der Autor und Musiker Gerhard Ruiss und der Musiker und Autor Christopher Just soeben auf CD veröffentlicht haben.
Das am Cover abgebildete Paar – beide blond, er mit kantigem Gesicht, sie mit langen Haaren und schmachtendem Blick –, unzählige rot-weiß-roten Fahnen und eine Männergruppe, von denen manche eine gewisse Ähnlichkeit mit österreichischen Politikern haben, geben einen Hinweis darauf, welche Geschichten die 21 Lieder dieser Revue erzählen.
„Das Blaue Familienalbum hat keine Vorbilder, es setzt sich aus Vorgeschichten zusammen. Es ist entstanden, um den unzählig gestreuten, täglichen, einzelnen Erzählungen eine Gesamterzählung entgegenzusetzen. […] Im Blauen Familienalbum werden keine Schlagerträume wahr, sondern kommen die blauen Familienverhältnisse zur Sprache“, so Ruiss und Just.
Für die Texte der Songs, die Titel wie „Harte Hand“, „Kickl, waumma Kaunzla san“, „Urfahraner Bierzeltsong“, „Das Buch der tausend Seiten“ oder „Altherrenburschenherrlichkeit“ tragen, zeichnet Gerhard Ruiss verantwortlich, für Komposition und das KI-unterstützte Arrangement Christopher Just. Das Blaue Familienalbum ist die erste Zusammenarbeit der beiden.
Christopher Just (* 1968 in Wien) ist als Musiker seit den 1980er Jahren solo oder im Team (Ilsa Gold mit Peter Votava) aktiv, seit einigen Jahren veröffentlicht er als Autor Kurzgeschichten und Romane, zuletzt Der Moddetektiv besiegt Corona (Milena Verlag, 2020).
Gerhard Ruiss (* 1951 in Ziersdorf/NÖ) ist Autor, Musiker und Geschäftsführer der IG Autorinnen Autoren. Er veröffentlichte zahlreiche literarische und kulturpolitische Titel, zuletzt: Kanzlernachfolgegedichte. 2006–2017 (Edition Aramo, 2017), lieber, liebste, liebes, liebstes. Andichtungen (Literaturedition Niederösterreich, 2021), Reimverbote und andere Schreibaufträge (zusammen mit Klaus Zeyringer, edition keiper, 2024), O du mein Österreich: (K)eine Lobeshymne. Über die Frage, wer hinter den österreichischen Hymnen steht (zusammen mit Christoph Janacs und Ludwig Laher, Verlag Anton Pustet, 2024). Gerhard Ruiss wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2020 mit dem H.C.-Artmann-Preis der Stadt Wien für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Lyrik.
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