
Der mit EUR 20.000 dotierten Preis der Literaturhäuser 2026 geht an die deutsche Journalistin und Schriftstellerin Lena Gorelik. Die Preisverleihung findet am 19. März 2026 auf der Leipziger Buchmesse statt.
Das gab das Netzwerk der Literaturhäuser, dem die Literaturhäuser in Basel, Frankfurt, Halle, Hamburg, Heilbronn, Köln, Leipzig, München, Rostock, Salzburg, Schleswig-Holstein, Stuttgart, Wien, Wiesbaden und Zürich sowie das Literarisches Colloquium Berlin und das Literarisches Zentrum Göttingen angehören, heute in einer Aussendung bekannt.
Der Preis der Literaturhäuser wird seit 2003 vom Netzwerk der Literaturhäuser vergeben, zuletzt an Marlene Streeruwitz (2020), Ingo Schulze (2021), Sasha Marianna Salzmann (2022) und Fiston Mwanza Mujila (2024).
Lena Gorelik wird für ihr großes Engagement für die Literatur und als Vermittlerin zwischen verschiedenen Sprach(Welt)en ausgezeichnet. “Mit ihrem Erzählen gibt sie Einblick in die Lebensrealitäten von Migrant:innen und spezifischer von Kontingentflüchtlingen, in die von Jüd:innen, in die von Menschen, die von der Mehrheitsgesellschaft nicht als dazugehörig empfunden werden.” Darüber hinaus habe sich die Autorin in hohem Maße um den einmaligen Charakter von Literaturveranstaltungen verdient macht, “Lena Gorelik ist auf der Bühne eine differenzierte, lebendige und auch kritische Gesprächspartnerin”, heißt es in der Aussendung des Netzwerks.
Lena Gorelik wurde 1981 in St. Petersburg geboren und kam 1992 mit ihrer russisch-jüdischen Familie nach Deutschland. Nach ihrer Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München absolvierte sie den Elitestudiengang Osteuropastudien. Mit ihrem Debütroman Meine weißen Nächte (2004) wurde sie als Entdeckung gefeiert, mit Hochzeit in Jerusalem (2007) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert. Zuletzt veröffentlichte sie Wer wir sind (2021), im Frühjahr 2026 erscheint Alle meine Mütter (alle Rowohlt Verlag). Außerdem schreibt Lena Gorelik regelmäßig Essays zu gesellschaftlichen Themen etwa für die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. Sie wurde u. a. mit dem Bayerischen Kunstförderpreis, dem Ernst-Hoferichter-Preis, dem Friedrich-Hölderlin-Preis und 2024 mit dem Heinrich-Mann-Preis für Essayistik ausgezeichnet. Homepage von Lena Gorelik
Neben der Preisverleihung am 19. März 2026 in Leipzig, wird Lena Gorelik auch in einigen Literaturhäusern auftreten – darunter im Literaturhaus Wien am Dienstag, den 9.6.2026 um 19 Uhr. Alle Termine der Preisträgerin in den Literaturhäusern sind auf der Website des Netzwerks der Literaturhäuser zu finden.
Sie können 3 Newsletter abonnieren:
Bitte schicken Sie uns eine entsprechende Nachricht mit dem Betreff „Newsletter bestellen“. Für Abbestellungen bitte im Betreff „Newsletter abbestellen“ schreiben.