Do, 26.3.2026, 19.00
#LESUNG

Andrea Grill
Sonnenspiel

Leykam

¡Premiere!

Lesung und Gespräch: Andrea Grill
Moderation und Gespräch: Daniela Strigl
Musik: Marie Orsini-Rosenberg
Fotoprojektionen: Cristina Budroni

Andrea Grill gehört zu den vielseitigsten und produktivsten österreichischen Autor:innen der Gegenwart. Man kennt sie als Lyrikerin, als Übersetzerin aus dem Albanischen, Essayistin, Sachbuch- und Romanautorin. In ihrem neuen Roman Sonnenspiel erzählt sie eine Geschichte von Macht und Ohnmacht: Ein Dorf in Apulien. Ein Haus am Meer. Ein Garten voller Olivenbäume und Zitrusfrüchte. Hier lebt Loredana Sartoro unter einem Dach mit ihren Eltern. Sie ist Mutter von drei Kindern und näht in Heimarbeit Kleider für eine italienische Luxusmodemarke. Als eine Journalistin auf Urlaub von ihren prekären Lebensumständen erfährt, will sie einen großen Enthüllungsartikel schreiben. Davon will Loredana aber nichts wissen. Kurzerhand sperrt sie die hartnäckige Journalistin in ihre Speisekammer. Während Loredana entdeckt, wie verführerisch es ist, Macht auszuüben, erhält sie den Auftrag, die legendäre Statue der Schmerzensmadonna aus dem Dom neu einzukleiden. Eine überraschende Geschichte entspinnt sich zwischen den zwei Frauen. Bei der Premiere im Literaturhaus Wien wird Andrea Grill mit der Literaturkritikerin Daniela Strigl ein Gespräch führen. Die Cellistin Marie Orsini-Rosenberg begleitet den Abend mit mit Improvisationen und eigenen Kompositionen, die visuelle Begleitung bilden Projektionen von Fotoarbeiten der Autorin, Psychotherapeutin und künstlerischer Fotografin Cristina Budroni.

Andrea Grill ist Dichterin und Schriftstellerin, lebte in Cagliari, Sardinien, und jetzt in Wien. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane, Lyrikbände, Erzählungen, Essays und Kinderbücher, übersetzt aus mehreren europäischen Sprachen und wurde für ihre literarischen Werke und Übersetzungen vielfach ausgezeichnet.

Cristina Budroni, geboren in Cagliari, Sardinien, studierte Linguistik, Romanistik und Literaturwissenschaft. Sie arbeitet als Psychotherapeutin mit dem Schwerpunkt transgenerationaler Weitergabe von Traumata und schreibt Lyrik, Prosa und Geschichten für Kinder. Außerdem befasst sie sich mit künstlerischer Fotografie.

Marie Orsini-Rosenberg studierte am Mozarteum Salzburg und an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Als Cellistin ist sie Teil diverser Barock-Ensembles, 2016 gründete sie das Ensemble Fondo Barocco, mit welchem sie u.a. beim Carinthischen Sommer auftritt. Seit 2019 begleitet sie literarische Lesungen mit Improvisationen und eigenen Kompositionen.

Daniela Strigl ist eine österreichische Germanistin, Literaturwissenschaftlerin und Literaturkritikerin. Sie lehrt am Institut für Germanistik der Universität Wien, war Mitglied der Jury des Ingeborg Bachmann Preises (Klagenfurt) und Mitglied der Jury des Deutschen Buchpreises. Zahlreiche Preise: Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik 2001, Alfred Kerr Preis 2013, Berliner Preis für Literaturkritik 2015. Mitherausgeberin der Ebner-Eschenbach-Leseausgabe. Zuletzt erschien Zum Trotz bei Residenz.

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