
Im Rahmen ihrer Initiative mitSprache hatten die Österreichischen Häuser der Literatur am Vorabend des Österreichischen Nationalfeiertags zu einer Revue der Entpörung ins Wiener Schauspielhaus geladen. Bei freiem Eintritt kamen mehr als 500 Besucherinnen zu der knapp siebenstündigen Veranstaltung.
„Angesichts eines immer wieder aufflammenden Kulturkampfes – geführt mitunter von Rechts und Links – scheint eine reflektierte Diskussion um kulturelle Aneignung, Gender, Sprachverboten und Triggerwarnungen kaum mehr möglich zu sein, denn die ‚woke cancel culture‘ lässt sich gut instrumentalisieren: sorgt für Zugriffe auf social media. Doch was bedeutet all diese Empörung für das literarische Schreiben? Wie kann den aufgeheizten Debatten entgegengewirkt werden? Welche literarischen Formen und welchen Umgang mit Wörtern und festgefahrenen Begriffen erfordert unsere Zeit?“
Diesen und anderen Fragen gingen Austrofred, Elias Hirschl & Fabian Navarro, Max Höfler, Thomas Köck, Petra Maria Kraxner & Lisa Kärcher, Sophia Löffler (Text: Carolyn Amann), Egon Christian Leitner, Nicolas Mahler, Julya Rabinowich (ihr Text wurde von Daniel Wisser gelesen), Johanna Sebauer und Anna Weidenholzer in Reden, Lesungen und Performances nach. Eröffnet wurde die Revue der Entpörung mit einer Rede von Daniel Wisser über die Sprache in der oligarchischen Gesellschaft.
Für die Moderation zeichnete die Schauspielerin Pia Hierzegger, für die musikalische Begleitung Anna Widauer und Lukas Meschik verantwortlich. Zwischen den Auftritten gab es vom Kollektiv Wien – bestehend aus den Sprachkunst-Studierenden Fred Heinemann, Leonie Ziem, Valerie Prinz – 12 kurze akustische Interventionen zum Thema cancel culture und wokeness.
Die Textbeiträge werden ab Dezember 2025 nach und nach auf http://www.mit-sprache.net veröffentlicht.
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